Tabellarische Übersicht

„Hilfe ich ersticke in Texten“ (Südmersen, 1983) ein gelegentlich abgewandelter (“in Daten“) häufig zu vernehmender Notruf im Prozess der qualitativen Forschung. Besonders dann, wenn Sie inzwischen viel und unterschiedliches Datenmaterial gesammelt haben, ist es ganz wichtig, dass Sie sich einen Überblick verschaffen und diesen dann auch in Ihre Arbeit aufnehmen. Geeignet dafür ist die tabellarische Form. Welche Rubriken Sie aufnehmen ist abhängig von der Fragestellung, dem Vorgehen und dem Datenmaterial.

Hier ein Beispiel aus der Diplomarbeit von Arne Kolck (2009) Personalentwicklung bei Niederlassungen deutscher Firmen in der Türkei – Interkulturelle Reibungsverluste oder Synergien im global handelnden Unternehmen?“

Inventarisierung

Ein Schritt zwischen Aufbereitung und Auswertung des Materials ist die Erstellung eines Inventars. Dafür hören Sie Ihre Audiodateien ab oder schauen sich die Videodateien an und erstellen und verschaffen sich eine grobe Übersicht über Ihr Material. Ein Beispiel für eine entsprechende Vorlage finden Sie  in Deppermann, A. (1999).  Gespräche analysieren. Opladen: Leske+Budrich  S. 34

In einem einem Metadatenerfassungsbogen können Rahmendaten zum Gespräch und den Beteiligten werden in systematisierter und erweiterter Form erfasst werden, die auch im sog. „Transkriptkopf“ des Gesprächsinventars aufgenommen wird. Sie finden hier den Bogen leer und hier mit Beispielfüllungen. Das Schema ist sehr brauchbar zur Erfassung aller Daten, die für die Bearbeitung von Feldaufnahmen wichtig sind. (Natürlich kann es ggfs. projektspezifisch angepasst werden.) Copyright: „Archiv für Gesprochenes Deutsch, Institut für Deutsche Sprache Mannheim“