Soll die eigene Forschung Antworten darauf geben können, welche kollektiven Orientie-rungsmuster mit welchen „existentiellen Hintergründen“, also welchen gemachten Erfahrungen, in Verbindung stehen, ist es im Samplingvorgehen notwendig, so genannte Realgruppen zusammenzustellen. Es sind also Gruppen zu befragen, die sich auch in anderen natürlichen Zusammenhängen in dieser Konstellation miteinander austauschen (bspw. ein Abteilungsteam, das gemeinsam einen organisationalen Umstrukturierungsprozess durchläuft, oder eine Clique in einer best. Jugendszene). Je nach Umfang und Fragestellung der Untersuchung kann es dabei sinnvoll sein, die Erfahrungshintergründe (wie Alter, soziale Herkunft, Geschlecht etc.) maximal zu kontrastieren oder aber einen spezifischen Erfahrungshintergrund zu fokussieren.

Handlungsleitend können dabei die Fragen sein: Welche Erfahrungsräume bestehen zwischen mei-nen Befragten? Welche könnten für die Bearbeitung des Themas relevant sein?

Artikel verfasst von Debora Niermann (2013) mit Rückbezügen auf eine erste Version von
Regine Langenbacher-König und Jens Jenkner (2007)