Beispiel für die Kontaktaufnahme zum Forschungsfeld

Hier handelt es sich um ein Anschreiben, in dem für das Forschungsvorhaben um InterviewpartnerInnen geworben wird. Der Inhalt kann in ähnlicher Form für telefonische Erstkontakte verwendet werden.

„Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Diplom-Sozialpädagoge (FH) und promoviere an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Hauptfach Soziologie. Im Rahmen meiner Doktorarbeit mit dem Titel: „Arbeitsbegriff und Werteverständnis. Eine explorative Studie zum Arbeitsverständnis in der Sozialen Arbeit“ untersuche ich das persönliche Arbeitsverständnis und das fachliche Arbeitshandeln von ehrenamtlichen und/oder hauptamtlichen Fachkräften aus unterschiedlichen Feldern der Sozialen Arbeit bzw. Sozialer Dienste.

Für die Studie suche ich aus dem Arbeitsfeld „Telefonseelsorge“ noch Interviewpartner/Innen.
 In den qualitativen Leitfadeninterviews interessiere ich mich insbesondere für Ihr persönliches Arbeitshandeln, das heißt für das »WIE« Sie das machen, was Sie in Ihrer fachlichen Arbeit (hier: Telefonseelsorge) machen.
 In den Interviews werde ich verschiedene offene Fragen stellen, bei denen ich Sie grundsätzlich bitte, mir all das zu erzählen, was für Sie relevant und wichtig ist. Aufgrund der offenen Gesprächssituation nehmen die Interviews ca. eine Stunde in Anspruch. Die Interviews werden für die spätere Auswertung aufgenommen. Selbstverständlich verwende ich das Interviewmaterial in meiner Studie streng vertraulich und anonym.

Bei Interesse schicke ich Ihnen nach Vollendung meiner Doktorarbeit selbstverständlich auch die betreffenden Passagen zu.
 Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Sie Interesse und Zeit für ein Interview haben, so dass ich mein Promotionsvorhaben erfolgreich abschließen kann, und möchte Sie dazu herzlich einladen, mit mir Kontakt aufzunehmen, um eventuelle Fragen oder dergleichen in einem persönlichen Gespräch zu klären. 
Mit freundlichen Grüßen,“

Zitiert aus Kruse, Jan 2008: Reader. Einführung in die qualitative Interviewforschung.