Am 9.02. 2018 wird Thorsten Merl (Uni zu Köln) einen Einblick in die Rekonstruktionen seines Disserationsvorhabens geben, das Teil des EFiS- Projektes „NRW auf dem Weg zu Inklusion. Ethnographische Feldstudien in Schule in NRW“ ist. Der Vortrag findet von 10.00-12.00 Uhr in der Pädagogischen Werkstatt der PH statt.


Der Vortrag stellt eine Auswahl an ethnographisch rekonstruktiven Befunden zu unterrichtlichen Differenz- und Ungleichheitskonstruktionen in solchen Schulklassen vor, die ihrer Selbstbeschreibung nach inklusiv sind. Dabei werden Praktiken der Klassenführung betrachtet, in denen Lehrkräfte Schüler*innen von den parallel weiterlaufenden unterrichtlichen Anforderungen mit der Begründung freistellen, dass diese den Anforderungen nicht genügen können. Wer nicht kann, so die Logik der Praxis, muss auch nicht. Der Vortrag wird der Frage nachgehen, was dazu führt, dass Schüler*innen zugeschrieben wird, nicht fähig genug zu ‚sein’, am Unterricht teilzunehmen und inwiefern durch die rekonstruierten Praktiken Ungleichheit (re-)produziert wird.